Pensionistenverband Vorarlberg berichtet über Ombudsmanntätigkeit


 Unsere Ombudsleute berichten - 2,6 Millionen Euro für 3.800 Mitglieder erkämpft

 

Einen Überblick über die Beratungsarbeit des Pensionistenverbandes Vorarlberg gaben Landespräsident Erich De Gaspari, Sozialsprecher Manfred Lackner und Landessekretär Hubert Lötsch vor Medienvertretern in Dornbirn. Die stolze Bilanz konnte auch mit Zahlen bestätigt werden: Über 3.800 Beratungen wurden geführt und rund 2,6 Millionen Euro konnten für die PVÖ-Mitglieder über Pflegegeld, Pensionen, Steuergutschriften und viele weitere öffentliche Leistungen erreicht werden.

Ein Team aus 20 BeraterInnen kümmert sich landesweit um die Anliegen der Älteren in Vorarlberg, erklärte PVÖ-Landespräsident Erich De Gaspari. Aber auch immer mehr jüngere Menschen vertrauen dem Pensionistenverband ihre Sorgen an, freut sich der Landeschef. Dabei gehe es um die ungerechte deutsche Rentenbesteuerung, um Steuerfragen, um den Zugang zu den Pensionen und Pflegegeld, um die Leistung für Behinderte, aber auch der sozialgerichtlichen Vertretung. Rechts- und Notarauskünfte können ebenso fundiert beantwortet werden, wie medizinische und pflegerische Beratungen, wobei das Thema Demenzerkennung und –prävention einen hohen Stellenwert einnimmt.

Bei der Aufgabenfülle kommt die Interessensarbeit nicht zu kurz. Ein PVÖ-Erfolg konnte erst kürzlich vermeldet werden. Der deutsche Fiskus gab dem PVÖ Recht, dass im Zuge der Rentenbesteuerung keine Säumniszuschläge für die Jahre 2005 bis 2012 verrechnet werden darf. Durch dieses Erkenntnis, erhielten mehrere hundert Pensionisten in Vorarlberg die geleisteten Verzugszinsen wieder retour. Zum Teil lagen diese bei mehreren hundert Euro pro Steuerpflichtigen.  

Kritik gab es unterdessen an Finanzminister Schelling, der bei den Schweizer Unfallrenten eine neue Einnahmequelle entdeckt hat. Zwar sind gesetzliche Unfallrenten aus dem Ausland ebenso steuerlich freigestellt wie das inländischen Pendant. Nun  erwartet durch ein neues Erkenntnis Ungemach. Das Finanzministerium unterstellt eine „unterschiedliche Zweckbestimmung“, was zu einer Steuerpflicht führen würde. PVÖ-Sozialsprecher Manfred Lackner ätzt, dass Schelling nun den nächsten Anschlag auf die Grenzgängerpensionisten durch juristische  Spitzfindigkeiten vorbereitet. Oft entsteht bei den Betroffenen berechtigterweise das Gefühl, dass statt Verbesserungen immer nur neue Belastungen kommen, kritisiert Lackner.

Daher sei eine starke und solidarische Interessensvertretung für die ältere Generation wichtig, damit nicht alle Verschärfungen, die von Politik und Experten gefordert werden, durchgehen, sondern auch Entlastungen und Erhöhungen umgesetzt werden. Bei Letzteren fordert der Pensionistenverband Vorarlberg eine „spürbare Erhöhung“ für die kommende Pensionsanpassung, zumal der Mikrowarenkorb im Mai 2017 bei 3,3 Prozent lag. Diese muss über der Inflation liegen und müsse kleinere Pensionen spürbarer sein als hohe. Der Spielraum sei vorhanden, zumal der Bundeszuschuss sinke und die Langfristprognosen stabil sind. 

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